• Ellen Deranek

Der große Mühltaler Rathaussturm

11.11.2019 - 19:11 Uhr - Mühltaler Karnevalsvereine versammeln sich vor dem Rathaus


Mühltal: Das gab es noch nie, der “Erste Gemeinsame Rathaussturm“ in Nieder-Ramstadt, mit allen Mühltaler Karnevalsvereinen!

Rivalitäten oder humorvollen Spitzen gegen den ein oder anderen Ortsteil spielen heute keine Rolle. Das Ziel ist klar definiert, die Eroberung des Mühltaler Rathauses. Motiviert bringt sich die bunte Narrenschar in Stellung und fordert die Kontrolle über die Mühltaler Politik, den goldenen Schlüssel, sowie über die Gemeindekasse.

Das versucht natürlich Bürgermeister Willi Muth mit allen Mitteln zu verhindern.


Es ist ein imposanteres Bild, wie die verschiedenen Mühltaler Abordnungen und befreundete Vereine, sich mit ihren 11er-Räten und den Garden vor dem Rathaus formieren. Die Präsidenten entschlossen an vorderster Front.

Frank Köth vom TSV Nieder-Ramstadt eröffnet das Wortgefecht und läutet den Rathaussturm ein:

„Wir holen Willi dort oben raus,

unterstützt uns alle mit Helau und Applaus“

Nach weiteren gekonnten Reimen, öffnet Bürgermeister Muth das Fenster und erwidert:

„Helau ihr wilde Narrenschar,

warum ihr hier seid, dass ist klar!

Ich sage euch, hier kommt ihr nicht rein,

das Rathaus, das ist mein!“

Nach Beendigung seiner Erwiderung, fahren plötzlich zahlreiche Feuerwehrautos vor das Rathaus, eine große Überraschung für alle Beteiligten. Der Rathauschef holte sich Unterstützung bei den Mühltaler Jugendfeuerwehren, die sich vor dem Rathaus postieren.


Unbeirrt erwiderte Alexander Pongratz von der TGT:

„Wir haben die Erfahrung vom Traaser Karneval,

und wie da die Rathausstürme ausgingen, wisse mir all.“


Muth: „Der Erfolg in Traase, beim Rathaus, diesem Alten,

kann man nicht vergleichen, hier wird der Sturm gehalten.“

„Die Kasse und Schlüssel, die rück ich nicht raus,

die Tür bleibt verschlossen in diesem Rathaus.“


Nicole Maul von der SKG in Nieder-Beerbach konterte sofort:

“Wir rütteln kurz an deiner Tür und zack sin wir drin,

vermutlich ist sie genauso marode – wie es die Wasserleitunge sin.”


Manfred Wedel von der KJG setzt noch einen drauf:

“Trau dich Willi, und lass uns gemeinsame Wege gehen,

nach Aschermittwoch läuft dann der Laden, du wirst schon sehn.”


Nun holt Corinna Spagl-Weber vom GTV Frankenhausen zum finalen Stoß aus:

“Es - dolle Dorf - Fronkehause setzt jetzt en Zeische,

du kannst de Fronkehäusern eh net es Wasser reische.“

“Als Rämschter Bejemoster” kannst de net halte Stand,

Wir Narren howe jetzt die Owwerhand.”


Letztendlich gibt sich Bürgermeister Muth geschlagen:

„Was soll ich denn jetzt noch dazu sache,

Ihr habt gewonne, keine Frache.“

„Den Schlüssel und die Gemeindekasse gebe ich frei,

zur Verfügung der Mühltaler Narretei.“

Die Abordnungen stürmen das eroberte Rathaus, und stehen nach kurzer Zeit versammelt an der Fensterfront. Frank Köth präsentiert triumphierend den goldenen Schlüssel und die Gemeindekasse, die anschließend unterm Volk verteilt wird. Prinz Luca der erste, nahm Willi Muth feierlich in seinen Hofstaat auf, er muss nun auf alle Neujahrsempfänge der Karnevalsvereine kommen.

Gemeinsam feiern dann alle zusammen vor der Wohlfühlerei, die Narren haben gewonnen -bis Aschermittwoch, denn dann ist alles vorbei!


Es berichtet für die Mühltaler Karnevalsvereine

Niels Starke


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